{Rezension} Eleanor & Park

Titel: Eleanor & Park
Autor: Rainbow Rowell
ISBN: 978-3-446-24740-6
Preis: € 16,90 [D]
Verlag: Hanser

Inhalt:
Eleanor und Park sind beide Außenseiter. Eleanor hat rote Haare, ist etwas pummelig und trägt weite Herren-Hemden. Park ist eher zurückhaltend. Als Eleanor in den Bus steigt, muss sie sich neben Park setzen. Langsam lernen sich die beiden kenne. Am Anfang lesen sie gemeinsam Comics, später tauschen sie Kassetten. Und so erwächst eine Liebe.
Doch zu Hause ist es alles andere als rosig. Zumindest für Eleanor. Sie hat vier Geschwister und einen gewalttätigen Stiefvater.
Erster Satz:
XTC taugte nicht dazu, die Schwachköpfe hinten im Bus zu übertönen.
Meine Meinung:
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich sehr viel gutes darüber gelesen habe. Und es hat mich positiv überrascht.
Der Schreibstil von Rainbow Rowell hat mir schon nach den ersten zwanzig Seiten super gefallen. Und es wurde immer besser.
Genauso gut haben mir auch die Protagonisten gefallen. Eleanor hat rote Haare, ist etwas pummelig und trägt weite Herren-Hemden. Sie wird gemobbt und zuhause hat sie vier Geschwister und einen tyranischen Stiefvater. Die Mutter von Eleanor fängt man irgendwann zu hassen an. Wie kann sie bei einem solchen Mann bleiben und ihre Kinder nicht beschützen? Oft habe ich mich gefragt, warum sie nicht schon längst abgehauen ist. Wahrscheinlich lautet die Antwort, dass sie auf das Geld und ein Haus angewiesen ist. Eigentlich tut sie mir sogar leid.
Eleanor dagegen währt sich. Früher zumindest. Jetzt nicht mehr. Im Bus wird sie blög angegangen und auch in der Schule mag sie niemand.
Außer Park. Er lässt sie im Bus neben sich sitzen und leiht ihr Comics. Park ist gutaussehend und eher zurückhaltend und froh, dass er im Bus nicht belästigt wird.
Parks Familie ist meiner Meinung nach ein bisschen überforsichtig. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass die Geschichte im Jahre 1986 spielt.
Was mir in der Hinsicht überhaupt nicht gefehlt hat, ist die Mobile Kommunikation. Ich finde es erstaunlich, dass früher alles ohne Handy und Internet funktioniert hat.
Das Setting der Geschichte fand ich auch ganz in Ordnung. Ich finde, es hat wieder jegliches Klischee erfüllt. Aber manchmal sind Klisches vielleicht auch gar nicht mal so verkehrt.
Das Ende hat mir richtig gut gefallen. Es lässt einerseits ein paar Sachen offen, aber in sich ist es doch geschlossen. In letzter Zeit tendiere ich eher zu offenen Enden, da man sich dann noch selber Gedanken machen kann, wie es denn weiter gehen könnte.
Ich habe mir überlegt das Buch vielleicht auch auf Englisch zu lesen. Manche Redewendungen interessieren mich da.
Fazit:
Eine großartige Autorin hat ein großartiges Buch in einem großartiges Schreibstil geschrieben.

P.S. Die Punkteskala habe ich übrigens bei der lieben Ines (Littl Talk) gefunden.

Advertisements