{Adventskalender} 12. Dezember

12. Dezember: Heute habe ich wieder eine Geschichte für euch. Viel Spaß beim Lesen!

Es ist inzwischen kaum merklich fast ein Jahr her, dass das kleine Kerlchen bei mir ist. Draußen ist es kälter geworden und kaum ein Wimpernschlag war vergangen, so war der Frühling auch schon zum Sommer übergegangen und nun ist es Winter.

Dezemberanfang.
Die Temperaturen werden bald den Nullpunkt erreichen, die Bäume sind wieder kahl geworden und die erstenWeihnachtsmärkte schon eröffnet. Nicht mehr lange und der erste Schnee in diesem Jahr wird auch zu uns finden.
“Meow?”, kommt es von dem Katerchen auf zwei Beinen. Der Junge steht vorm Fenster, seine Ohren gerade aufgerichtet und auf Zehenspitzen. Ich blicke von meinen Aufzeichnungen und dem “Grundsatz der Astronomie” auf und folge seinem Blick hinaus.
Das Fenster ist beschlagen, aber ein kleines Stück ist sauber gewischt und durchsehbar geworden.
Noch Ende November haben die anderen mich dazu gedrängt schon mal die Weihnachtsdekoration aufzuhängen, aber gerade muss ich zugeben, dass es wirklich ein wenig gemütlicher geworden war, mit den Zweigen, der Zimtrinde, der Lametta und der gedämmten Helligkeit der Teelichter im Raum, welche neben meiner Stehlampe am Sofa diesen als einziges erleuchten.
Ganz zu Schweigen von den Leuchtsternen, die sie mir zugesteckt haben an die Wände zu kleben.
Naoto, das kleine Kerlchen, ist ganz begeistert von ihnen, wie sie in der Dunkelheit so leuchten.
Ich schmunzele. Was den Nao nicht alles so begeistert. Seit der Kleine hier ist es sehr viel lebendiger in dieser Wohnung geworden. Es ist zwar nicht lange her, dass ich damals in die Wohnung eingezogen bin, aber es war so… still in ihr, bis Naoto noch als kleines Katzenbaby dem Ganzen hier Leben einhauchte. Wohl etwa ein halbes Jahr später nach seiner Aufnahme fand ich ihn dann so, vollkommen unbeholfen in menschlicher…
Na, kümmern wir uns nicht darum.
Ein vollkommen menschlich aussehender Junge bis auf die Katzenohren und dem Puschelschwanz, sagen wir so etwas wie ein Katzenmensch.
Jedenfalls ist er nun hier. Und das ist das Wichtigste. Er kommt mir schon fast wie ein kleiner Bruder vor. Seine Anwesenheit beruhigt mich, ein warmes Gefühl breitet sich stets in mir aus.
Gedankenverloren starre ich in die Leere bis mich Naotos “Mori?” mich zurückholt. Er neigt den Kopf leicht zur Seite und beobachtet mich. Ich muss wohl eine ganze Weile weg gewesen sein. Kurz blickt er wieder hinaus. “Mori! Mori! Da draußen fällt etwas Weißes, das wie Zuckerwatte aussieht vom Himmel. Kann man das essen?”, fragt der Kleine unschuldig. Unwillkürlich muss ich anfangen zu lachen. “Ich glaube nicht, dass Schnee speziell zum Essen gedacht ist.” Ich nehme meine Brille ab und setze das Buch auf dem Beistelltisch vor mir ab, erhebe mich vom Sofa und kniee mich neben ihn ans Fenster. Tatsaächlich… Der erste Schnee.
“Schnee? Was ist Schnee?” Erwartungsvolle Augen. Wo ich das bedenke… Wie soll ich einem äußerlich fünfjährigen Jungen und tatsächlich innerlich einjährigem Kater sagen, was Schnee ist, ohne dass ich ihn nur als gefrorenes Wasser- und Luftgemisch abstempele? Was würde ich bloß dafür geben, wenn meine Mutter jetzt hier wäre. Sie hätte die Antwort sicherlich gewusst, was sie mir wohl bei meinem ersten Schneefall erzählt hat?
Ich hocke mich hinter Naoto und setze meine Hände an seine Schultern, schaue in den Nachthimmel hinauf, wolkenbedeckt natürlich.
“Na ja, Schnee ist… kalt. Und gleichzeitig ganz warm.”, fing ich an, sehe ihm von der Seite in die Augen. Ach, was rede ich da überhaupt? “Kalt und warm gleichzeitig?”, seine Augen leuchten förmlich. “Nein, nein, also… Wie soll ich das erklären? Er ist zwar kalt, aber er macht dir da drin…”, setze ich wieder an, wende mich zu ihm und tippe ihm an seine Brust, “Da drin macht er dir ein ganz warmes Gefühl, weißt du? Schnee ist nämlich nicht einfach Schnee und Schnee gibt es nur im Winter.” Der Kleine kichert und nimmt meine noch immer ausgestreckte Hand und rubbelt seine kleinen Hände an die meine. Sie sind ganz warm, geradezu glühendheiß. Er nimmt die andere Hand mit in die Mitte seiner Hände. “Deine Hände sind so kalt, Mori!”
“Oh, stimmt”, füge ich dem bei.
Das ist mir gar nicht aufgefallen. Verwundert blicke ich die kleinen Hände an, die so bemüht damit sind, die Kälte in meinen Fingern aufzutauen. Ein Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus. “Pff… Was dir so auffällt”, rutscht es mir raus. “Ist dir denn gar nicht kalt?”, kommt es von ihm. Ich löse eine meiner Hände und tätschle seinen Kopf, wuschele durch seine Haare.
Genauso fluffig wie sein Fell es war.
Ich verspüre das Bedürfnis, ihn fest an mich zu drücken… und als er anfängt zu schnurren, schrecke ich aus meiner Starre auf, wie lange tätschle ich ihm eigentlich schon den Kopf?
Und was genau hält mich überhaupt davon ab, ihn in die Arme zu nehmen? Seine Geschwister drückt man doch öfter mal, oder etwa nicht?
Aber was war das?
Das Augenpaar vor mir mustert mich dabei, wie ich mir mit der Hand durch die Haare fahre.
Ich brauch eindeutig Schlaf! Das ist es! Ich gähne genussvoll und strecke mich aus, während ich mich wieder aufrichte. Schön, meine Beine wieder zu spüren. Der Tag ist lang gewesen, ich habe bestimmt mal wieder viel zu lange am Unigedöns gehangen, und einen Fuß zur Tür herausgesetzt, das habe ich nur heute Morgen zum Bäcker für frische Brötchen und für die Vorlesungen, die dann ab der Mittagszeit auch schon wieder ausgefallen sind.
Ein eindeutig muffiger Tag. Ein urplötzlicher Klammergriff um meine Beine und das Anlehnen eines Kopfes gegen meine Bauchgegend. Gleichgewicht, Gleichgewicht…?
Uff, fast wäre ich hin hingefallen. Aufgeregt schaut der Kleine mich gespannt an.
“Nimm mich hoch, nimm mich hoch!”, quengelt er.
Wie könnte man zu diesem Gesicht nur “Nein” sagen?
Ich gebe nach und hebe ihn hoch, seine Arme umklammern meinen Nacken, seine Beine stützen sich auf meiner Taille, während ich ihn mit einer Hand aufstütze und theatralisch seufze. “Ans Fenster!”, jubelt er begeistert und kuschelt sich an meine Schulter. “Wie heißt das Zauberwort?”, erwidere ich. “Bitte!”, höre ich ein lang gezogenes Schmollen hinter mir. “
„So ist’s brav”, gebe ich zufrieden von mir.
Ich trete näher ans Fenster und der halbe Katzenjunge wischt mit seinem Ärmel wieder ein Stück des vollkommen beschlagenen Fensters, um hindurch gucken zu können. Langsam, aber sicher bildet sich außerhalb des Fensters eine dicke Schneeschicht. Ich erkenne ein verworrenes Bild des leisen, stetigen Schneefalls, in dicken Flocken fällt er hinab. “Ach genau!”, fiel es mir wieder ein. “Mhmmm?”, murmelt das Getier in meinen Armen.“
Einige Straßenlaternen in der Ferne beleuchten den Winterabend zu dieser Stunde und ich denke an eine weit entfernt liegende Erinnerung. Wie alt ich damals wohl gewesen bin?
In ihr herrschte auch Schneefall, aber… „Mori, ist was?” Der Kleine versucht, mich seitwärts anzugucken. “Nein, nein. Keine Sorge”, setze ich ihm daraufhin entgegen. “Ich wollte noch sagen: Mit Schnee kannst du dir alles Erdenkliche vorstellen. Du kannst damit Bälle formen und sogar Iglos bauen oder einen Schneemann, Kätzchen. Was immer du nur willst”, entgegne ich und lausche das stetige Heben und Senken meiner Brust.
“Schnee… männer?”, mummelt er halb schon im Schlaf.
Stimmt, damals habe ich bei meinem ersten Schnee Schneemänner kennengelernt.
Naoto stützt bereits seinen Kopf auf meiner Schulter ab. Es war unheimlich warm geworden im Wohnzimmer. “Wenn du ganz genau hinguckst, haben Schneeflocken eine ganz besondere Form. Und jede sieht anders aus”, setze ich hinzu. “Echt?”, seine Stimme gewinnt an Wachheit. “Ja, echt”, antworte ich. Ich öffne das Fenster und ein kalter Winzug huscht durch den Spalt, weht einige Flocken hinein. Eine Flocke bleibt auf meinem Handrücken liegen und ich tippe dem durch die Kälte wieder ein wenig wacher gewordenen Naoto gegen die Schulter. “Guck mal”, entweicht es mir, einem leisen Flüstern gleich. Als er seine Augen auf die kleine Schneeblume auf meinem Handrücken heftet staunt er, traut seinen Augen kaum. “Woaaah!” Ein begeistertes Raunen. Mit derselben Hand greife ich in den auf der Fensterbank sich absetzenden Schnee, hielt dieselbe Hand ihm entgegen und schlage ihm vor, doch einmal zu pusten. Eine glitzernde Wolke aus Schnee findet seinen Weg in die Weite.
Dann forme ich einen kleinen Ballen mit dem übrigem Schnee am Fenster, setze zwei dreieck-förmige Ohren daran und piekse zwei Augen und ein Näschen in den Ballen.
“Das bist du, Naoto”, erkläre ich ihm. Er scheint wieder ganz wach zu sein und stößt einen Ausruf der Freude aus. Eine Flocke fliegt durchs Fenster hinein und fällt auf Naotos Nase. Er kneift die Augen zusammen. “Kalt”, stellt er fest. “Ich will auch mal!”, ruft er freudig.
“Heute ist zu spät”, verwehre ich ihm seinen Wunsch. “Aber…” – “Kein aber”, setze ich mit nachdrücklichemTon an.
Es war wirklich spät geworden, fast ein Uhr. Ich schließe das Fenster wieder und spüre das beleidigte Zappeln auf meinem Rücken. Ich seufze. “Bis morgen wird bestimmt wieder ganz viel Schnee gefallen sein und dann zeige ich dir, wie man Schneemänner baut – und Schneehasen auch.”
Wo die Wärme ihm wieder langsam in die Glieder schleicht, gähnt der Kleine in meiner Schulter. “Morgen dann aber, versprichst du mir das?”, sagt er mit eindringlicher Stimme. “Ich verspreche”, erwidere ich. Mit leisen Schritten laufe ich an den Beistellschränken vorbei, puste die Teelichter aus. Ein angenehmer Geruch nach Vanille hatte sich im Raum ausgebreitet. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass auch eine Duftkerze dabei gewesen ist, als ich bei der letzten und genau dieser angekommen bin; auch diese puste ich aus.

the end.

Der Blog: http://advent15.tumblr.com/

{Adventskalender} 11. Dezember

11. Dezember: Es sind nur noch 13. Tage bis Heilig Abend. Freut ihr euch schon? Was habt ihr euch gewünscht? Heute stelle ich euch ein ein Buch vor, welches ich auch zum Geburtstag bekommen habe. Es heißt Lilienblut von Elisabeth Herrmann.

9783570307625_1440508405000_xxl

Infos:

Titel: Lilienblut
Autor: Elisabeth Herrmann
ISBN: 9783570307625
Verlag: cbt
Flexibler Einband 448 Seiten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 18.04.2011

Zarte Liebe – Schwerer Verdacht Es ist Sommer und der Rhein glitzert besonders silbern und verführerisch. Sabrina und ihre beste Freundin Amelie können stundenlang am Fluss sitzen, voller Fernweh und Hunger auf das, was Amelie ‚das Leben‘ nennt. Aber während Amelie vom Abhauen und der großen Freiheit träumt, scheint Sabrinas Zukunft festgelegt zu sein – soll sie doch den Weinberg ihrer Mutter übernehmen. Alles in Sabrina wehrt sich gegen dieses vorbestimmte Leben … Und dann lernen die beiden Mädchen einen Jungen kennen, der so ganz anders ist als alle Landratten und Winzersöhne. Von dem 19-jährigen Kilian, der mit seinem Schiff einsam am geheimnisvollen ‚toten Fluss‘ ankert, geht eine verstörende Anziehungskraft aus. Amelie verfällt ihm sofort – und will über Nacht mit ihm abhauen. Am nächsten Morgen findet man ihre Leiche. Und Kilians Schiff ist verschwunden… Nur Sabrina weiß, dass Kilian Amelies Mörder sein könnte.

{Adventskalender} 10. Dezember

10. Dezember: Heute möchte ich euch wieder ein Buch oder wohl eher eine Reihe vorstellen, die ich schon gelesen habe. Und zwar sind es Die Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare. Zu der Reihe gehören folgende Bücher: City of Bones, City of Ashes, City of Glass, City of Fallen Angels, City of Lost Souls, City of Heavenly Fire. Ich möchte euch erstmal nur den ersten Teil vorstellen, kann aber die ganze Reihe empfehlen.

fdf24-foto2b03-10-15252c2b102b202b29

Infos:

Titel: City of Bones
Autor: Cassandra Clare
ISBN: 9783401502601
Verlag: Arena
Fester Einband 500 Seiten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 05.01.2011

Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten findet, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

{Adventskalender} 9. Dezember

9. Dezember: Ich hatte absolut keine Zeit für gestern einen Post vorzubereiten. Es tut mir Leid. Ich werde die nächsten Wochen auf jeden Fall besser planen.

Heute möchte ich euch ein zweites Geburtstagsgeschenk vorstellen und zwar heißt das Buch Alles so leicht von Meg Haston. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und seit mal ehrlich, das Cover ist großartig. Aber ich werde selber herausfinden, wie das Buch so ist.

9783522202152_1438870647000_xxl

Infos:

Titel: Alles so leicht
Autor: Meg Haston
ISBN: 9783522202152
Verlag: Thienemann
Fester Einband 320 Seiten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 13.07.2015

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.

{Adventskalender} 7. Dezember

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas anderes für euch. Eine Freundin von mir macht auch einen Adventskalender auf ihrem Blog. Sie veröffentlicht dort Geschichten passend zur Weihnachtszeit. Die Geschichten sind sooo schön, da muss ich einfach welche teilen. Ihren Blog verlinke ich euch unten. Schreibt mir gerne in die Kommentare, ob ihr mehr solcher Geschichten lesen möchtet.

“Einmal im Jahr, da gibt es eine Zeit. Diese Zeit heißt Weihnachten’, mein Kind. Aber Weihnachten ist nicht nur eine Zeit, mein Kind, Weihnachten ist ein besinnliches warmes Gefühl, an Weihnachten passieren Wunder.”
“Wunder?”, fragte das kleine Mädchen, sie und der kleine Junge neben ihr sahen sich begeistert an; da staunten die beiden Kinder mit großen Augen, als sie lauschten und lauschten.
“Ja, Wunder durch die Macht der Wünsche.
Wünsche, welche verloren Geglaubtes zurückbringen,
Wünsche, die Menschen vereinen, Hoffnung ersehnen und scheinbar unheilbare Kranke wieder gesund machen. Wünsche, die große Träume erfüllen.
Aber, Vorsicht, mein Kind. Wünsche haben große Macht – sind die Worte deines Wunschs erst gesprochen, sind sie nicht mehr umzukehren.”
Die Kinder ahnten nicht, was die nette alte Dame meinen könnte und runzelten die Stirn. Für kurze Zeit verschwand der Glanz in ihren von den Jahren gezeichneten Augen, sie schüttelte den Kopf und fuhr fort unbeirrt.
“Hach, wo war ich denn stehen geblieben?” Das helle gutmütige Lachen verlieh dem Gesicht des Großmütterchen ein wenig Jugend. “Genau”, entsinnte sie sich.

“Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger,
es draußen kälter und drinnen wärmer wird,
dann schwirren ferne Gedanken umher
und ums Herz wird ’s einem wärmer.

Der erste Schnee fällt,
Schneemänner werden gebaut und
Schneeengel finden ihre Wege zu uns,
so fragt ihr euch wonach der Schnee schmecke in eurem Mund.

Der Duft von Zimt und Limetta liegt in der Luft,
Nicht nur Plätzchen, sondern auch Stollen werden gebacken
Erste Weihnachtmärkte besuchen die einen,
während man in der Eiseskälte an den Bushaltestellen wartet mit kalten Beinen.

So manch schöne Weihnachtsgeschichten werden erzählt,
Spieluhren und Schneekugeln in Nostalgie wieder hervorgezogen,
Und die manchen verpacken ihre Geschenke für die Liebsten zum Weihnachtsmorgen.”

Sie hielt kurz inne, dachte an ihre längst vergangenen Tage als Dichterin und Schriftstellerin und schwelgte eine Weile vor sich hin. Die beiden Kinder hatten sich bereits in eine Fliesdecke zusammengekuschelt und bemühten sich ihre Augen offen zu halten.
“Doch am meisten ist Weihnachten ein Fest der Familie, der Liebe und ein Fest, wo man alle Sorgen fallen lassen kann, sich wieder versöhnt. Nicht jeder hat aber hat das Glück die Feiertage in Ruhe mit der Familie zu verbringen. Wenn ihr einen Wunsch einmal frei haben solltet und nicht wisst, wie ihr ihn einsetzen sollt, so versprecht mir eines, meine Lieben: Schätzt ihn und gedenkt eures Nächsten, der vielleicht nicht ein Dach über dem Kopf und es nicht warm hat oder gar sich nicht von der Arbeit frei nehmen kann in der Weihnachtszeit. Schätzt immer das, was ihr habt und seid dankbar.”
Der Junge gähnte und das Mädchen mit den geflochtenen Zöpfen war schon längst eingeschlafen. “Danke und gute Nacht, Omi”, mumelte er schon halb schlaftrunken.
“Gute Nacht, ihr beiden”, wünschte die Großmutter ihren beiden Enkeln und gab jedem einen Gutenachtkuss auf die Stirn, machte die Nachttischlampe aus und zog die Tür im Schein der Lichterketten an den Wänden hinter sich zu.

Der Blog: http://advent15.tumblr.com/

{Adventskalender} 6. Dezember

6. Dezember: Heute stelle ich euch nicht nur ein Buch vor, sondern gleich mehrere. An Nikolaus schenke ich euch sozusagen ganz viele empfehlungen auf einmal. Viel Spaß mit meinem Novemberrückblick!

Als erstes habe ich diesen Monat die Göttlich-Trilogie angefangen und beendet. Alle drei Bücher habe ich mehr oder weniger verschlungen. Die Rezensionen zu allen drei Bänden findet ihr auf meinem Blog.

gc3b6ttlichtrilogie

Infos:

Titel: Göttlich verdammt; Göttlich verloren; Göttlich verliebt
Autor: Josephine Angelini
ISBN: 9783841501370 (1. Band); 9783841501370 (2. Band); 9783841501394  (3. Band)
Verlag: Dressler
1. Teil:

Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket – und langweilt sich. Helen und ihre beste Freundin Claire hoffen, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint auch eine Verbindung zwischen Helen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt sie erst nach und nach: Lucas und Helen sind Halbgötter und dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen – indem sie sich ineinander verlieben …

2. Teil:

Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich!

3. Teil:

Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen?

Da ich diese drei Bücher schnell gelesen hatte, wollte ich eigentlich noch mehr Bücher lesen. Es wurde dann noch eins. Und zwar Talon Drachenzeit von Julie Kagawa. Zu diesem Buch werde ich so bald wie möglich noch eine Rezension schreiben.

51enupblzgl-_sx311_bo1204203200_

Infos:

Titel: Talon Drachenzeit
Autor: Julie Kagawa
ISBN: 9783453269705
Verlag: Heyne HC
Fester Einband 560 Seiten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 05.10.2015

Klappentext:

Drachen: gefährlich, magisch, unwiderstehlich! Strand, Meer, Partys – einen herrlichen Sommer lang darf Ember Hill das Leben eines ganz gewöhnlichen kalifornischen Mädchens leben! Danach muss sie in die strenge Welt des Talon-Ordens zurückkehren – und kämpfen. Denn Ember verbirgt ein unglaubliches Geheimnis: Sie ist ein Drache in Menschengestalt, auserwählt, um gegen die Todfeinde der Drachen, die Krieger des Geheimordens St. Georg, zu kämpfen. Garret ist einer jener Krieger, und er hat Ember sofort als Gefahr erkannt. Doch je näher er ihr kommt, umso mehr entflammt er für das ebenso schöne wie mutige Mädchen. Und plötzlich stellt er alles, was er je über Drachen gelernt hat, infrage …

 

 

{Adventskalender} 5. Dezember

5. Dezember: Es tut mir Leid. Ich hatte gestern Geburtstag und deswegen total verpeilt einen Post zu schreiben. Dafür folgt heute ein Buch, welches ich gestern Geschenkt bekommen habe. Und zwar ist es Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums von Benjamin Alire Sáenz.

csm_produkt-2617_62a5554b98

Infos:

Titel: Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
Autor: Benjamin Alire Sáenz
ISBN: 978-3-522-20192-6
Verlag: Thienemann
Fester Einband 384 Seiten
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 16. Juli 2014

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken und ist selbstsicher. Ari fallen Worte schwer und er leidet an Selbstzweifeln. Dante geht auf in Poesie und Kunst. Ari verliert sich in Gedanken über seinen älteren Bruder, der im Gefängnis sitzt. Mit seiner offenen und einzigartigen Lebensansicht schafft es Dante, die Mauern einzureißen, die Ari um sich herum gebaut hat. Ari und Dante werden Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume und lachen gemeinsam. Sie beginnen die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem manchmal auch erhebliche Hindernisse überwunden werden müssen, um glücklich zu werden!(Quelle).