{Adventskalender} 7. Dezember

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas anderes für euch. Eine Freundin von mir macht auch einen Adventskalender auf ihrem Blog. Sie veröffentlicht dort Geschichten passend zur Weihnachtszeit. Die Geschichten sind sooo schön, da muss ich einfach welche teilen. Ihren Blog verlinke ich euch unten. Schreibt mir gerne in die Kommentare, ob ihr mehr solcher Geschichten lesen möchtet.

“Einmal im Jahr, da gibt es eine Zeit. Diese Zeit heißt Weihnachten’, mein Kind. Aber Weihnachten ist nicht nur eine Zeit, mein Kind, Weihnachten ist ein besinnliches warmes Gefühl, an Weihnachten passieren Wunder.”
“Wunder?”, fragte das kleine Mädchen, sie und der kleine Junge neben ihr sahen sich begeistert an; da staunten die beiden Kinder mit großen Augen, als sie lauschten und lauschten.
“Ja, Wunder durch die Macht der Wünsche.
Wünsche, welche verloren Geglaubtes zurückbringen,
Wünsche, die Menschen vereinen, Hoffnung ersehnen und scheinbar unheilbare Kranke wieder gesund machen. Wünsche, die große Träume erfüllen.
Aber, Vorsicht, mein Kind. Wünsche haben große Macht – sind die Worte deines Wunschs erst gesprochen, sind sie nicht mehr umzukehren.”
Die Kinder ahnten nicht, was die nette alte Dame meinen könnte und runzelten die Stirn. Für kurze Zeit verschwand der Glanz in ihren von den Jahren gezeichneten Augen, sie schüttelte den Kopf und fuhr fort unbeirrt.
“Hach, wo war ich denn stehen geblieben?” Das helle gutmütige Lachen verlieh dem Gesicht des Großmütterchen ein wenig Jugend. “Genau”, entsinnte sie sich.

“Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger,
es draußen kälter und drinnen wärmer wird,
dann schwirren ferne Gedanken umher
und ums Herz wird ’s einem wärmer.

Der erste Schnee fällt,
Schneemänner werden gebaut und
Schneeengel finden ihre Wege zu uns,
so fragt ihr euch wonach der Schnee schmecke in eurem Mund.

Der Duft von Zimt und Limetta liegt in der Luft,
Nicht nur Plätzchen, sondern auch Stollen werden gebacken
Erste Weihnachtmärkte besuchen die einen,
während man in der Eiseskälte an den Bushaltestellen wartet mit kalten Beinen.

So manch schöne Weihnachtsgeschichten werden erzählt,
Spieluhren und Schneekugeln in Nostalgie wieder hervorgezogen,
Und die manchen verpacken ihre Geschenke für die Liebsten zum Weihnachtsmorgen.”

Sie hielt kurz inne, dachte an ihre längst vergangenen Tage als Dichterin und Schriftstellerin und schwelgte eine Weile vor sich hin. Die beiden Kinder hatten sich bereits in eine Fliesdecke zusammengekuschelt und bemühten sich ihre Augen offen zu halten.
“Doch am meisten ist Weihnachten ein Fest der Familie, der Liebe und ein Fest, wo man alle Sorgen fallen lassen kann, sich wieder versöhnt. Nicht jeder hat aber hat das Glück die Feiertage in Ruhe mit der Familie zu verbringen. Wenn ihr einen Wunsch einmal frei haben solltet und nicht wisst, wie ihr ihn einsetzen sollt, so versprecht mir eines, meine Lieben: Schätzt ihn und gedenkt eures Nächsten, der vielleicht nicht ein Dach über dem Kopf und es nicht warm hat oder gar sich nicht von der Arbeit frei nehmen kann in der Weihnachtszeit. Schätzt immer das, was ihr habt und seid dankbar.”
Der Junge gähnte und das Mädchen mit den geflochtenen Zöpfen war schon längst eingeschlafen. “Danke und gute Nacht, Omi”, mumelte er schon halb schlaftrunken.
“Gute Nacht, ihr beiden”, wünschte die Großmutter ihren beiden Enkeln und gab jedem einen Gutenachtkuss auf die Stirn, machte die Nachttischlampe aus und zog die Tür im Schein der Lichterketten an den Wänden hinter sich zu.

Der Blog: http://advent15.tumblr.com/

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